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Landkreis will Transparenz der Bildungsangebote für Neuzugwanderte erhöhen

Hanno Weigel (stellvertretender Leiter der Transferagentur Rheinland-Pfalz – Saarland) und Landrat Michael Lieber bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (vorne) im Beisein von Wolfgang Schuhen, Andrea Rohrbach (beide Kreisverwaltung), Natalie Kluth (Kommunale Beratung der Transferagentur) (Mitte v.l.n.r.) und Hans-Joachim Schwan, Holger Telke, Joachim Brenner und Bernd Kohnen (alle Kreisverwaltung) (hinten v.l.n.r.).

Altenkirchen. Der Landkreis Altenkirchen wird künftig Bildungsangebote für Neuzugewanderte besser koordinieren und hat hierzu mithilfe eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Koordinierungsstelle geschaffen. Die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland unterstützt den Landkreis bei diesem Vorhaben. Landrat Michael Lieber und Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur, unterzeichneten am 20. Dezember 2017 eine entsprechende Kooperationsvereinbarung in Altenkirchen.

Mit der neu geschaffenen Stelle, die im Sozialamt des Landkreises angesiedelt ist, sollen Bildungsakteure besser vernetzt und Bildungsangebote besser auf die Bedarfe vor Ort abgestimmt werden. Der Landkreis kann dafür auf das sehr aktive Netzwerk Flucht und Migration zurückgreifen. Bildungskoordinatorin Andrea Rohrbach soll Bildungszugänge für über 18-jährige Neuzugewanderte stärken während sich ihr Kollege Holger Telke um Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche kümmert. In einem ersten Schritt sollen sie die Handlungsbedarfe mithilfe einer Befragung von Trägern und Schulen erfassen und die in diesen Bereichen tätigen Institutionen einbinden.

Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung erklärte Landrat Michael Lieber: „Die Integration der über 2000 Flüchtlinge, die in den letzten drei Jahren zu uns in den Landkreis gekommen sind, wie auch der vielen Migrantinnen und Migranten, die schon länger hier leben, hat oberste Priorität. Die Teilhabe an den Bildungsangeboten unseres Kreises und der schnelle Zugang zu diesen sind hier besonders wichtig, um das Ziel der zeitnahen Schul- und Arbeitsintegration zu erreichen. Mit der neu geschaffenen Stelle für die Koordinierung der Angebotslandschaft befindet sich der Kreis auf einem guten Weg.“

Durch die Kooperationsvereinbarung mit der Transferagentur RLP-SL können die Bildungskoordinatoren künftig kostenfrei an Fortbildungs- und Austauschveranstaltungen der Transferagentur teilnehmen und erhalten Zugang zu einem Netzwerk der Koordinatorinnen und Koordinatoren. „Bildungskoordinatorinnen und Bildungskoordinatoren stehen in allen Landkreisen und Städten vor ähnlichen Herausforderungen. Damit sie das Rad nicht immer neu erfinden müssen, organisieren wir den regelmäßigen Austausch zwischen den Kommunen und bieten spezielle Fortbildungen an, um sie bei dieser Aufgabe zu unterstützen“, erläuterte Hanno Weigel bei der Unterzeichnung.