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Veranstaltungsbericht |

Rückblick: Thementagung Kommunen denken weiter

Die Transferagentur RLP-SL und das Bildungsbüro der Stadt Neustadt an der Weinstraße führten auf dem EduAction Bildungsgipfel Rhein-Neckar 2018 einen gemeinsamen Workshop durch. Auf der zweitätigen Konferenz kamen am 25. und 26. Oktober 2018 über 1400 Akteure aus verschiedenen Bildungsbereichen in Mannheim zusammen, um sich über die Zukunft der Bildung auszutauschen. Der Bildungsgipfel stand dieses Jahr unter dem Motto „WeQ – more than IQ: Zukunftskompetenzen gemeinsam entwickeln“.

Die Transferagentur RLP-SL und das Bildungsbüro Neustadt widmeten sich den Zukunftskompetenzen im MINT-Bereich: Im gemeinsamen Workshop erörterte Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur RLP-SL, die bisherige Zusammenarbeit sowie die Relevanz von Kooperation für die MINT-Bildung. „Wenn wir die Menschen in unseren Städten und Kreisen kompetent für die Zukunft machen wollen, beispielsweise im Bereich MINT, dann kann das ein Akteur alleine kaum leisten“, betonte Hanno Weigel. Ein partizipativer Zielentwicklungsprozess, wie er in Neustadt vorbildlich gestaltet wurde, erleichtere die Einbindung der Bildungsakteure in das kommunale Bildungsmanagement und die Projektarbeit.

Stefanie Deutsch (Bildungsmanagement) und Ann Kristin Langenbahn (Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte) zeigten die Vielfalt der MINT-Akteure im Bildungsraum Neustadt auf und erklärten, wie aus flexiblen Netzwerkstrukturen zukünftig eine Verantwortungsgemeinschaft für die MINT-Förderung von Bürgerinnen und Bürgern entstehen soll. „Das Neustädter Beispiel macht deutlich, um MINT-Kompetenzen bei der Zielgruppe zu fördern, sind auch auf Seiten der Kommunalverwaltung Zukunftskompetenzen im Sinne eines koordinierenden und kooperativen Bildungsmanagements unersetzlich“, so das Fazit von Hanno Weigel.

Die Tagung wurde von der Idee geleitet, dass die Tagungsgäste in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen bereits über große Expertise verfügen. Ziel der Veranstaltung war es daher, den Austausch zwischen verschiedenen Akteursgruppen und Arbeitsbereichen anzuregen, um Ideen zur Abstimmung von Weiterbildungsangeboten foranzutreiben und Akteure in den Kommunen zu vernetzen. Unter dem Titel "Voneinander lernen" setzten sich die Teilnehmenden in zwei Arbeitsphasen mit der Zielgruppe Erwachsener und kommunalen Herausforderungen auseinander. Abschliessend trugen sie mit anderen Tagungsgästen aus der eigenen Region die gesammelten Denkanstöße des Tages zusammen. Daraus erarbeiteten sie mit bekannten und neuen regionalen Partnern Handlungsansätze für den eigenen Arbeitsbereich.

Bildung im Erwachsenenalter – (k)ein kommunales Kernthema?

In ihrem Impulsvortrag beleuchtete Felicitas von Küchler kritisch die Qualität von Vernetzungsstrukturen zwischen Kommunen und Weiterbildungsanbietern. Fast alle Kommunen kooperieren demnach recht selbstverständlich mit Volkshochschulen und anderen Weiterbildungsträgern. Meist ist diese Vernetzung jedoch personen- und anlassbezogen und trägt einen eher unverbindlichen Charakter. Um das Potenzial vorhandener Angebote bestmöglich auszuschöpfen und eine höhere Weiterbildungsbeteiligung in der Bevölkerung zu erreichen, empfahl sie daher in stabile Vernetzungsstrukturen zu investieren. Eine gute Verkehrsinfrastruktur und vor allem eine neutrale, trägerübergreifende Beratung sind ebenfalls wichtige Gelingensfaktoren. Abschließend ging sie auf die Frage ein, welchen Herausforderungen Kommunen in der Erwachsenenbildung begegnen und auf welche Weise ein kommunales Bildungsmanagement ein Engagement in diesem Themenfeld unterstützen kann.

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden die Anregungen aus dem Vortrag in einer Fishbowl. Zum Gespräch gesellten sich Dr. Carolin Lehberger, Direktorin der Volkshochschule des Regionalverbands Saarbrücken, und Rolf Müller, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Sport aus Neustadt a. d. Weinstraße. Zusammen mit dem Publikum wurden Fragen bezüglich der Verantwortung für die Koordination verschiedener Angebote, die Vermeidung einer Doppelung von Angeboten, die Konkurrenz der Weiterbildungsanbieter untereinander sowie die Frage der Herstellung politischen Rückhalts für ein kommunales Engagement für Bildung im Erwachsenenalter thematisiert.

Die Versammlung in der großen Runde nutzte dann auch der Trägerverein Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland e.V, um sich bei einem langjährigen Weggefährten für sein Engagement zu bedanken. Rainer Christ, Referatsleiter im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, wirkte entscheidend bei der Gründung und dem Aufbau der Transferagentur RLP-SL mit. Er wird Ende des Jahres in den Ruhestand gehen und das Team nutzte den Anlass für eine gebührende Verabschiedung.

Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden aus Fachforen zu den Themen kommunale Weiterbildungsberatung, Weiterbildungsstrukturen im ländlichen Raum oder digitale Bildung wählen. Im Forum zur digitalen Bildung für Erwachsene wurden beispielsweise nützliche Tools für Volkshochschulen vorgestellt und Fragen zum Umgang mit frei verfügbaren Online-Angeboten diskutiert.

Sämtliche Präsentationen aus den Fachforen sowie der Impulsvortrag von Felicitas von Küchler stehen als Download zur Verfügung.


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