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Förderprogramm für Neuzugewanderte verlängert

Landau. Seit über zweieinhalb Jahren arbeitet der Landkreis Südliche Weinstraße an der Umsetzung des Förderprogramms „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ziel ist es, Bildungsangebote für Neuzugewanderte vor Ort aufeinander abzustimmen und die vielfältigen Bildungsakteure stärker zu vernetzen. Die Bildungskoordination wird nun fortgeführt. Dabei wird der Kreis von der Transferagentur Rheinland-Pfalz – Saarland unterstützt. Landrat Dietmar Seefeldt und Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur, unterzeichneten anlässlich des Beginns der zweiten Förderphase eine neue Kooperationsvereinbarung.

Personen auf dem Foto: Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Leyla Akinci, Landrat Dietmar Seefeldt, stellvertretender Leiter der Transferagentur Hanno Weigel (vordere Reihe v.l.n.r.), Kreisvolkshochschule-Leiterin Monika Kukyté und Kommunalberater Sebastian Müller (hintere Reihe v.l.n.r.). Foto: Pressestelle Landkreis Südliche Weinstraße

„Ich freue mich sehr, dass uns die Transferagentur Rheinland-Pfalz - Saarland im Rahmen der Verlängerung der Projektstelle Bildungskoordination für Neuzugewanderte weiterhin als Kooperationspartner zur Seite steht und wir die Kooperationsvereinbarung, die erstmals 2016 geschlossen wurde, nun fortschreiben. Damit halten wir an einem starken Partner im Bereich Integration und Bildungsmanagement fest“, betonte Landrat Dietmar Seefeldt.

Der Schwerpunkt der Arbeit von Bildungskoordinatorin Leyla Akinci liegt auf der Sprachbildung. Um Neuzugewanderten bedarfsgerechte Sprachkurse anbieten zu können, kooperiert Akinci mit der Kreisvolkshochschule (KVHS) Südliche Weinstraße. Das Angebot reicht von der Alphabetisierung bis hin zum Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Die Zusammenarbeit der Bildungskoordinatorin und der KVHS ermöglicht es, bestehende Lücken beim Spracherwerb für Neuzugewanderte zu schließen, da eine Teilnahme auch ohne die Zulassung zu einem Integrationskurs nach den Richtlinien des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge erfolgen kann.

Für Neuzugewanderte, die sich in Vorbereitung auf eine Ausbildung oder bereits in Ausbildung befinden, hat die Bildungskoordinatorin im Jahr 2018 das Pilotprojekt „Grundbildungskurse“ initiiert. Ziel des Kurses war es, den Neuzugewanderten Wissen zu vermitteln, das bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen benötigt wird: Darunter zählen beispielsweise Fragen zu Ausbildungsverträgen oder Textverständnisübungen. Die Grundbildungskurse haben in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule, der Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit und dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland stattgefunden. Eine Fortführung des Grundbildungsangebots ist in diesem Jahr geplant.

Die Transferagentur RLP-SL unterstützt die Bildungskoordinatorin mit ihrem Angebot an verschiedenen kostenfreien Fortbildungs- und Austauschveranstaltungen und berät den Landkreis Südliche Weinstraße bei lokalen Herausforderungen rund um die Integration von Neuzugewanderten. „Der Spracherwerb ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration. Mit dem Aufbau eines bedarfsgerechten Sprachbildungsangebots hat der Landkreis Südliche Weinstraße bereits viel erreicht, um Neuzugewanderten gesellschaftliche Teilhabe und Zugänge zu Bildung und Beruf zu eröffnen,“  erläuterte Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur RLP-SL, anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

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