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Kommunen bekommen Unterstützung bei der Ausgestaltung ihrer Bildungsarbeit

PRESSEMITTEILUNG: Auftakt der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland in Trier.

Gerechte Bildungschancen für alle herzustellen und für gute Bildungsangebote zu sorgen sind wichtige kommunale Aufgaben. Landkreise und kreisfreie Städte, die ihre kommunale Bildungslandschaft stärken möchten, bekommen hierfür ab sofort Unterstützung von der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland. Heute stellte die Transferagentur in einer Auftaktveranstaltung, an der rund 80 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kommunalverwaltungen, Bildungsinstitutionen und Stiftungen teilnahmen, ihre Unterstützungsangebote vor.

Unter dem Motto „Bildungslandschaften zukunftsfähig gestalten“ können Kommunen sich künftig von der Transferagentur kostenfrei beraten lassen. Basierend auf den individuellen Anforderungen der Kommunen erarbeitet das Team der Agentur Wege, auf denen die Bildungsstrukturen und Bildungsangebote weiterentwickelt werden können und unterstützt die Kommunen in der Umsetzung ihrer Bildungsziele durch Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote, erklärte die Leiterin Katja Wolf. Besonders wichtig sei es, den Erfahrungsschatz, der in den Kommunen verfügbar ist, kommunenübergreifend verfügbar zu machen.

Kornelia Haugg, Leiterin der Abteilung „Berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erläuterte in ihrer Rede, dass die bundesweite Transferinitiative auf dem vorangegangenen Programm „Lernen vor Ort“ aufbaut und forderte die anwesenden Kommunalvertreter auf, aktiv auf die Transferagentur zuzugehen. „Die Transferagentur kann auf vielfältige Erfahrungen und erfolgreich erprobte Bildungskonzepte zurückgreifen und den Kommunen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zur Verfügung stellen. Dies ist eine einmalige Gelegenheit, die Bildungslandschaft in Ihren Kommunen zielgerichtet, effizient und nachhaltig weiterzuentwickeln.“ Zugleich verwies sie auf das vor kurzem veröffentlichte Förderprogramm „Bildung integriert“: „Kommunen im gesamten Bundesgebiet können finanzielle Unterstützung für Personal beantragen, um das Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring vor Ort auszubauen.“

Vera Reiß, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, betonte die Bedeutung der Transferinitiative zur Stärkung der Kooperation zwischen Bund, Ländern,  Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Bildungsbereich. „Eine zentrale Voraussetzung für gute Bildungschancen liegt darin, immer die gesamte Bildungskette in den Blick zu nehmen. Nur wenn alle Akteure, von den Kindertagesstätten über die Schule, die berufliche Bildung, die Hochschulen bis hin zur Weiterbildung aufeinander abgestimmt handeln, werden wir erfolgreich sein. Nicht die einzelne Bildungseinrichtung darf im Zentrum stehen, sondern immer die Menschen, für deren Bildungserfolg sie da sind.“

Die Staatssekretärin im Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, Andrea Becker, erinnerte daran, dass in den Kommunen die Weichen für den Bildungsweg und den Bildungserfolg der Menschen gestellt werden. „Bildung ist ein wesentlicher Faktor bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unserer Kommunen. Hier werden die Grundlagen für berufliche Perspektive, gesellschaftliche Teilhabe und damit auch für die Zukunftsfähigkeit einer Region gelegt. Deshalb bieten starke lokale Bildungsnetzwerke große Chancen für die Entwicklung vor Ort. Die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement bietet eine wirksame Unterstützung für die Landkreise und Städte. Eine erfolgreiche Bildungspolitik braucht die Kooperation zwischen Land und Kommunen.“

Der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses im Landkreistag Rheinland-Pfalz Ernst Walter Görisch, der auch Vorstandsmitglied des Trägervereins der Transferagentur ist, kennt als Landrat des Landkreises Alzey-Worms die Herausforderungen, vor denen eine Kommune bei der Ausgestaltung ihrer Bildungslandschaft steht. Er ermunterte die Kommunalvertreter, die Zusammenarbeit mit der Transferagentur zu suchen. „Ein umfassendes zukunftsfähiges Bildungsangebot für alle Altersgruppen bestimmt immer mehr die Attraktivität der Kommunen. Die Kommunen benötigen eine professionelle Beratung  bei der strategischen Planung und Steuerung von Bildung. Hier bieten insbesondere die Analyse durch die Transferagentur und deren Hilfestellung bei der Erstellung kommunaler Handlungskonzepte eine willkommene Unterstützung.“