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Kommunen präsentieren sich auf der Bundeskonferenz

Fast 800 Bildungsakteure aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich am 24.-25. September 2018 auf der Bundeskonferenz Bildungsmanagement im Berliner Tempodrom. In Diskussionsrunden und auf einem Marktplatz mit über 60 Akteuren aus Kommunen und Stiftungen gab es einen regen Austausch rund um das Thema Bildungsort Kommune. Rheinland-Pfalz und das Saarland waren mit mehreren Ständen und im zentralen kommunalen Quartett vertreten.

Menschen lernen an vielfältigen Orten – in Kita und Schule, im Sportverein und in der Bibliothek. Diese Bildungsorte werden vor Ort in den Kommunen gestaltet. Staatssekretär Thomas Rachel, MdB, verdeutlichte bei der Eröffnung der Bundeskonferenz, dass an jedem Wohnort die Chance die auf gute Bildung gewährleistet sein müsse. „Wer in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland umziehen möchte, der guckt sich den Ort genau an: Welche Angebote gibt es dort? Gibt es genügend und gute Kitas? Gibt es ein attraktives Volkshochschulangebot? Gibt es Ausbildungsplätze? Wie steht es um die nächste Bücherei oder Bibliothek?“ Wie der Bildungsort Kommune gestaltet ist, werde damit auch zu einer Frage des Wettbewerbs zwischen Kommunen. Die Transferinitiative „liefert das Know-How und trägt zu [i]hrer Vernetzung untereinander bei, um effektive und gute Lösungen für individuelle Herausforderungen zu finden“, so Rachel an die Adresse der anwesenden Kommunen.

Das Kommunale Quartett, in dem das Saarland durch Margit Jungmann, Dezernentin im Landkreis Saarlouis, vertreten war, gab einen ersten Einblick in gute Projekte, die im kommunalen Bildungsmanagement entwickelt wurden. Margit Jungmann berichtete über das Zentrum für schulische Rehabilitation in Saarlouis, dessen Aufbau in einem Workshop mit der Transferagentur RLP-SL seinen Anfang nahm. Das Projekt zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf wieder in das Regelschulsystem zu reintegrieren. Margit Jungmann hob hervor, dass die ressort- und verwaltungsübergreifende Kooperation im Reha-Zentrum inzwischen auch in anderen Bereichen zu einer verbesserten Zusammenarbeit über die Ämtergrenzen hinweg geführt habe.

Auf dem Marktplatz „Bildungsort Kommune“ waren die mit der Transferagentur zusammenarbeitenden Kommunen gut vertreten. Besonders großes Interesse weckte der Stand zum IT-Instrumentarium komBi, an dem die Städte Kaiserslautern und Trier ihre Anwendungen KLAR und TILL vorstellten. Weitere Marktstände boten Informationen zur Trierer Lupe, zur beruflichen Bildung für Migranten und zur Demokratiebildung in Neustadt an der Weinstraße. Stefanie Deutsch, Bildungsmanagerin in Neustadt, stellte das Projekt „Komm mit!“, das Jugendlichen Einblicke in die Kommunalpolitik gibt, in einem Kurzvortrag vor.

Weitere Informationen und eine Dokumentation der Bundeskonferenz finden Sie in Kürze auf www.transferinitiative.de.