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Landkreis Mainz-Bingen stärkt seine Bildungslandschaft

Ingelheim. Der Landkreis Mainz-Bingen richtet ein Bildungsbüro ein, das als Schnittstelle zwischen den verschieden Akteuren im Bereich Bildung, Betreuung und Erziehung dienen soll. Das mit Hilfe einer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung eingerichtete Büro verfolgt das Ziel, die Bildungslandschaft vor Ort auf Grundlage einer soliden Datenbasis und unter Mitwirkung der unterschiedlichen Akteure zu analysieren und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern den bestmöglichen Zugang zu Bildung zu bieten, lebenslanges Lernen zu ermöglichen und die entsprechenden Angebote aufeinander abzustimmen.

Unterstützt wird das Projekt von der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland. Landrätin Dorothea Schäfer und Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur, legten die Schwerpunkte der künftigen Zusammenarbeit nun in einer Zielvereinbarung fest.

Personen auf dem Foto: Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur, Landrätin Dorothea Schäfer (vordere Reihe v.l.n.r.), Bildungskoordinatorin Janine Göthling, Bildungskoordinatorin Linda Blessing, Zweite Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham, Kommunalberaterin Charlotte Winkler (hintere Reihe v.l.n.r.). Foto: Pressestelle Landkreis Mainz-Bingen.

„Bildung ist nicht nur auf Landesebene, sondern auch auf kommunaler Ebene ein bedeutendes Themenfeld. Mit der Einrichtung des Büros möchten wir die Bildungs- und Teilhabechancen der Bürgerinnen und Bürger in Mainz-Bingen nachhaltig verbessern“, so Landrätin Dorothea Schäfer. Als erstes Projekt soll ein Bildungsatlas auf der Webseite des Landkreises erstellt werden, auf dem die bereits bestehenden Bildungsangebote im Kreis kompakt und übersichtlich dargestellt werden. Auf dieser Basis kann zudem analysiert werden, wo noch Bedarf besteht. Parallel sollen die Bildungsakteure aus dem Landkreis besser in Netzwerke eingebunden und ihre Angebote aufeinander abgestimmt werden. Dem Bildungsbüro fällt die Aufgabe zu, diese Netzwerke zu koordinieren. „Das Projekt startet daher mit einer Konferenz als Auftaktveranstaltung: Dazu werden alle Akteure aus dem Landkreis – angefangen von der Frühförderung bis hin zur Erwachsenenbildung – eingeladen mit dem Ziel, sich untereinander zu vernetzen“, erklärt die Zweite Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham. 

Für die strategische Umsetzung wurden innerhalb des Büros zwei neue Stellen geplant. Außerdem wird die bereits seit zwei Jahren bestehende Bildungskoordination für Neuzugewanderte, die ebenfalls von der Transferagentur begleitet wurde, dort integriert. Das kommunale Bildungsmonitoring wird künftig eine empirisch fundierte Datengrundlage liefern. Daten aus den verschiedenen Ämtern der Kreisverwaltung werden zentral gesammelt und mit weiteren öffentlich zugänglichen Statistiken zusammengeführt. „Durch die gezielte Analyse von Bildungs- und Sozialdaten kann die Verwaltung Bedarfe früher identifizieren und vorhandene Mittel effizienter einsetzen“, erläutert Hanno Weigel, der schon einige Kommunen beim Aufbau eines Monitorings begleitet hat. „Für den Kreis hat das viele Vorteile. Bildungspolitische Entscheidungen können so auf einer belastbaren Datengrundlage getroffen werden. Gleichzeitig sieht man anhand der Daten auch, wo man erfolgreich gearbeitet hat“, so Weigel weiter.