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Netzwerkarbeit verbessert Bildungschancen für Neuzugewanderte

Landkreis Cochem-Zell und Transferagentur RLP-SL erneuern Kooperationsvereinbarung

Cochem. Die Bildungskoordinatorin Ramona Junglas arbeitet seit 2016 erfolgreich an der Vernetzung von Bildungsakteuren im Landkreis Cochem-Zell, die Angebote für Neuzugewanderte schaffen. Als Bildungskoordinatorin organisiert sie regelmäßig Arbeitskreise zu Themenfeldern wie berufliche Bildung, Sprachbildung und Ehrenamt, mit verschiedenen Bildungsakteuren. Die Arbeitskreise ermöglichen eine zielorientierte Vorgehensweise der Beteiligten, um passende Bildungsangebote für Neuzugewanderte zu entwickeln.

Gefördert wird dieses Engagement durch die Teilnahme des Landkreises am Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit Unterstützung der Transferagentur Rheinland-Pfalz – Saarland arbeitet der Kreis daran, das Bildungsangebot für Neuzugewanderte weiter zu verbessern und die Angebote der verschiedenen Bildungsakteure auf die Anforderungen der Situation in Cochem-Zell abzustimmen.

Anlässlich des Beginns der neuen Förderphase erneuerten Landrat Manfred Schnur und Dr. Katja Wolf, Leiterin der Transferagentur Rheinland-Pfalz – Saarland, die entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Dr. Katja Wolf, Leiterin der Transferagentur RLP-SL, und Landrat Manfred Schnur bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Foto: Pressestelle Landkreis Cochem-Zell.

Im Rahmen der Erneuerung der Kooperationsvereinbarung betonte Landrat Manfred Schnur: „Bildung ist der Schlüssel zur Integration. Damit diese gelingt, ist eine enge Verzahnung der Bildungsakteure vor Ort notwendig. Gemeinsam gilt es weitere  bedarfsgerechte Angebote zu schaffen und die Kooperationen zu vertiefen“.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit verschiedener Bildungsakteure zeigt sich auch am Beispiel der „Arbeitgeberinformationsveranstaltung mit Vorstellungsgesprächen“ die Ende März bereits zum dritten Mal stattgefunden hat. Hier können sich Neuzugwanderte im Rahmen eines „Speed-Datings“ regionalen Arbeitgebern vorstellen. Die Idee geht auf den Arbeitskreis „Berufliche Bildung“ zurück, der die Veranstaltung gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Asyl der Kreisverwaltung Cochem-Zell organisiert. Elf weitere Bildungsakteure arbeiten in diesem Netzwerk zusammen. Von den 90 Teilnehmenden im vergangenen Jahr haben 24 eine Beschäftigung aufgenommen.

„Die Vernetzung der relevanten Bildungsakteure auf kommunaler Ebene ist eine entscheidende Voraussetzung, um Neuzugewanderten Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Der Erfolg der Arbeitgeberinformationsveranstaltung zeigt, dass der Landkreis Cochem-Zell auf einem guten Weg ist“, erläuterte Katja Wolf anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Bildungskoordinatorin liegt im Bereich der Sprachbildung. Hier kooperiert Ramona Junglas mit der Kreisvolkshochschule (KVHS) Cochem-Zell. Neuzugewanderte können an der KVHS Kurse belegen, die ihren Vorkenntnissen entsprechen. Einige lernen hier erstmals Lesen und Schreiben; für Fortgeschrittene werden Kurse bis zum Niveau B1 angeboten. Die Sprachkurse schließen darüber hinaus Lücken beim Spracherwerb, da das Angebot auch Neuzugewanderten offensteht, die nicht an den Integrationskursen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge teilnehmen können.

Mit der Erneuerung der Kooperationsvereinbarung steht Bildungskoordinatorin Ramona Junglas weiterhin das kostenfreie Unterstützungsangebot der Transferagentur RLP-SL mit Fortbildungs- und Austauschveranstaltungen offen.

Personen auf dem Foto: Landrat Manfred Schnur, Dr. Katja Wolf (vordere Reihe v.l.n.r.), Hedwig Brengmann, Integrationsbeauftragte, Kommunalberaterin Sabine Desoye, Bildungskoordinatorin Ramona Junglas (mittlere Reihe v.l.n.r.), Dirk Barbye, Fachbereichsleiter Kreisentwicklung, Klimaschutz und Integration, Kommunalberater Daniel Weydert (hintere Reihe v.l.n.r.). Foto: Pressestelle Landkreis Cochem-Zell.

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