Skip to main content

Neue Perspektiven auf die Kommunikation und Nutzung von Bildungsdaten

Zahlen bitte! Unter diesem Motto diskutierten 240 Fachleute aus Kommunen und Wissenschaft bei der Fachkonferenz Bildungsmonitoring in Berlin, wie Kommunen bildungsbezogene Daten für zentrale Akteure ihrer Bildungslandschaft aufbereiten und für politisches Handeln nutzbar machen können. Hinter den Teilnehmenden liegen zwei Tage intensiver Auseinandersetzung mit der Frage, wie man Ergebnisse eines Bildungsmonitorings bestmöglich kommuniziert. Organisiert wurde die Konferenz von der Koordinierungsstelle Bildungsmonitoring (KOSMO), die von den Transferagenturen Brandenburg und Rheinland-Pfalz – Saarland getragen wird.

Bild: Benjamin Maltry

Über 130 Kreise und kreisfreie Städte haben sich in den letzten Jahren daran gemacht, eine Datengrundlage für bildungspolitische Entscheidungen zu schaffen. Ein Großteil von ihnen war auch in Berlin vertreten, darunter auch zahlreiche Kommunen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Sei es in der Sprachförderung, bei der Ausstattung von Schulen mit digitalen Lernmitteln oder in der Erwachsenenbildung: Die Mehrzahl der Kommunen in Deutschland will durch das Bildungsmonitoring die Qualität im Bildungswesen vor Ort verbessern und Bildungsangebote daran ausrichten, was Bürgerinnen und Bürger tatsächlich benötigen und sinnvoll unterstützt.

Damit diese Daten etwas bewirken können, müssen sie gut kommuniziert werden – ob als ansprechende Grafik, verpackt in eine Geschichte oder einfach prägnant auf den Punkt gebracht. Wie man die Wirksamkeit eines Bildungsmonitorings erhöhen kann, diskutierten die Teilnehmenden in zahlreichen Gesprächsrunden. Prof. Dr. Stefan Brauckmann von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Dr. Marcel Humar zeigten in ihrer Keynote auf, warum es sinnvoll ist, Daten eingebettet in Geschichten zu präsentieren.

In parallelen Foren erhielten die Teilnehmenden praktische Impulse zu datengestützter Öffentlichkeitsarbeit, zur Visualisierung von Geodaten und zur Einbindung von Akteuren in das Bildungsmonitoring. Ergänzt wurden die Foren durch wissenschaftliche Vorträge.

Hintergrund

Die Koordinierungsstelle Bildungsmonitoring (KOSMO) ist Teil der „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ des BMBF, die mit neun Transferagenturen und dem Förderprogramm „Bildung integriert“ bundesweit den Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements unterstützt. Die KOSMO ist bei den Transferagenturen Brandenburg und Rheinland-Pfalz – Saarland angesiedelt.  Sie verfolgt das Ziel, das Bildungsmonitoring als integralen Bestandteil eines kommunalen Bildungsmanagements nachhaltig in den Strukturen zur Bildungsplanung auf kommunaler Ebene zu verankern. Sie wird das umfangreiche Wissen zum kommunalen Bildungsmonitoring bündeln und engagierte Kommunen bundesweit vernetzen.