Skip to main content

Aufbau von MINT-Netzwerken in Kommunen

Datum: 07.05.2018, 10:00Uhr- 16:45Uhr
Veranstalter: Transferagentur RLP-SL
Ort: Hotel Novotel Mainz, Augustusstr. 6, 55131 Mainz

Um MINT-Bildung dauerhaft voran zu bringen, braucht es regionale und kommunale Netzwerke, in denen Bildungsangebote aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aufeinander abgestimmt werden. Wie das gelingen kann, erfuhren die Teilnehmenden der Tagung „MINT-Bildung in Kommunen – Netzwerke und Förderung“ am 7. Mai 2018 in Mainz.

„Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind Bereiche, in denen Fachkräfte gesucht werden und Frauen noch immer unterrepräsentiert sind. Das wollen wir ändern“, betonte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig bei der Eröffnung der Tagung. „In Rheinland-Pfalz passiert vor Ort schon sehr viel in Sachen MINT-Förderung“, so die Ministerin weiter. „Mit der MINT-Initiative des Bildungsministeriums wollen wir diese Maßnahmen und Projekte stärker miteinander vernetzen und aufeinander abstimmen. Deshalb startet in diesem Jahr auch der MINT-Regionen-Förderwettbewerb. Dazu haben wir – gemeinsam mit den Ministerien für Wissenschaft und Wirtschaft – die MINT-Geschäftsstelle ins Leben gerufen. Ziel ist, MINT-Regionen zu etablieren und sie strategisch und finanziell bei ihrer MINT-Förderung zu unterstützen.“

Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung erläuterte, warum MINT-Bildung für die Zukunftsfähigkeit des Landes so wichtig ist. „Gute MINT-Kompetenzen sind eine notwendige Voraussetzung, um die moderne Welt zu verstehen. Wenn es gelingt, MINT-Regionen zu schaffen, in denen bestehende Angebote genutzt und aufeinander abgestimmt sowie eventuell vorhandene Lücken geschlossen werden, werden damit enorme Potenziale für erfolgreiche MINT-Bildung gehoben.“

In einer Gesprächsrunde mit Markus Rempe, Leiter Fachdienst Bildung im Kreis Lippe und Vorstand der Lippe Bildung eG, und Dr. Pascal Hetze, Programmleiter für Analysen und Innovationspolitik im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., ging es um den konkreten Aufbau von MINT-Netzwerken und deren Verknüpfung mit einem kommunalen Bildungsmanagement. Beide Referenten waren sich einig, dass MINT-Netzwerke Strukturen brauchen, in denen jemand die Koordinierung übernimmt, der die regionalen Partner  kennt. Dies könne zum Beispiel das kommunale Bildungsmanagement übernehmen. Die Rolle, die ein kommunales Bildungsmanagement spielen kann, sei dabei stark von Personen abhängig. Wichtig sei vor allem, dass MINT-Bildung vor Ort angebunden sei. Dabei gehe es auch um die Finanzierung, denn nach einer Anschubfinanzierung brauche man lokale Finanzquellen.

Wie MINT-Netzwerke in der Praxis funktionieren, diskutierten die Teilnehmenden in vier Fachforen mit Expertinnen und Experten aus Kommunalverwaltungen. Dabei ging es um die Einbindung von Unternehmen und Hochschulen, die Finanzierung und Förderung von Netzwerken sowie um die Zusammenarbeit mit einem kommunalen Bildungsmanagement. MINT-Netzwerke brauchen vor allem eine feste Struktur, damit sie dauerhaft aktiv bleiben, das wurde in den Foren klar. „Ohne einen „Kümmerer“, der Treffen organisiert und die Arbeit der Bildungsakteure im Netzwerk koordiniert, geht es nicht. Durch eine Anbindung an ein kommunales Bildungsmanagement können dessen Strukturen genutzt werden – vor allem die in der Verwaltung angesiedelte Koordinierungsstelle“, erläuterte Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur. „Daher unterstützen wir das Land mit unserer Expertise und arbeiten künftig eng mit der neu geschaffenen MINT-Geschäftsstelle zusammen, um die MINT-Bildung im Land zu stärken“, so Weigel weiter.

Dokumente zum Herunterladen:

  • Tagungsprogramm
  • Präsentation von Dr. Ekkehard Winter
  • Präsentation von Matthias Mörk
  • Präsentation von Dr. Caroline Thielen-Reffgen
  • Präsentation von Tim Thielen (MINT-Geschäftsstelle)