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Kleine Köpfe, große Chancen – Kommunale Ansätze für frühe Bildung

Wie profitieren Kommunen von einem vernetzten System frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung? Welche positiven Effekte hat dies kurz- und langfristig für sie? Und wie können Gesamtkonzepte frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung vor Ort etabliert werden? Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und angrenzenden Bundesländern diskutierten diese und weitere Fragen bei der Tagung Kleine Köpfe, große Chancen – Kommunale Ansätze für frühe Bildung am 21. November 2017 in Mainz.

Mandy Falkenreck, Dozentin an der Hochschule St. Gallen, eröffnete den Tag mit einem Impulsvortrag. Sie verdeutlichte, wie wichtig es ist, dass Hilfesysteme in der Kommune gut vernetzt sind. Frau Falkenreck geht davon aus, dass der Ruf nach Vernetzung eine Reaktion auf den Anstieg gesellschaftlicher Differenzierung ist. Durch Vernetzung wird die Anschlussfähigkeit zur Meisterung gesellschaftlicher Herausforderungen wiederhergestellt. Mit Bezug auf den «Golden Circle» von Simon Sinek zeigte sie, dass die Frage nach dem «Warum» in Netzwerken von zentraler Bedeutung ist. Denn: Vernetzung ist kein Selbstzweck.

Die Präsentation von Frau Falkenreck finden Sie hier.

Anschließend hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, in einer Fishbowl miteinander zu diskutieren. Auch hier wurde deutlich, dass der Bereich der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung große gesellschaftliche Relevanz hat aber leider häufig durch herausfordernde Rahmenbedingungen geprägt ist. Dazu gehören beispielsweise begrenzte Projektlaufzeiten, die häufig dazu führen, dass keine nachhaltigen Strukturen aufgebaut werden können und somit nur schwer eine gute Qualität gewährleistet werden kann. Es wurde aber auch die Wichtigkeit von Projektarbeit betont, weil diese bottom-up wirken kann. Klaus Cartus, Jugendhilfeplaner der Stadtverwaltung Mainz, betonte, dass Netzwerke gebraucht werden, um Bedarfe festzustellen und Angebote aufeinander abzustimmen. Denn ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen, sei der Auftrag. Julia Schneider, Regionalstellenleiterin der DKJS Rheinland-Pfalz berichtete aus ihren Erfahrungen in der Netzwerkarbeit: Auf die Haltung kommt es an und die die da sind, sind die richtigen.

Am Nachmittag lernten die Teilnehmenden an sechs verschiedenen Thementischen Projekte aus der Praxis kennen und hatten die Möglichkeit, sich mir den Expertinnen und Experten dazu auszutauschen.

Die Steckbriefe zu den Projekten finden Sie hier.