Zum Hauptinhalt springen

Bildung integriert | Fachforum 2017

20. November 2017 | KOMED Köln | Haus 6

Am 20. und 21. November 2017 wird das erste bundesweite Fachforum "Datenbasiertes Bildungsmanagement" des Programms 'Bildung integriert' im KOMED Media Park in Köln stattfinden.Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen der fachliche Austausch und die Diskussion zu aktuellen Weiterentwicklungen der Grundlagen des datenbasierten Bildungsmanagements auf kommunaler Ebene:

  • neue Kennzahlen und Indikatoren des aktualisierten „Anwendungsleitfadens“;
     
  • die neue Handreichung zum Monitoring des Weiterbildungsbereichs;
     
  • eine überarbeitete Handreichung zur Bildungsvorausrechnung;
     
  • neue Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten des fachlich und technisch
    weiterentwickelten IT-Instrumentariums für das kommunale Bildungsmonitoring.

In Vorträgen und Workshops werden Ihnen die Mitarbeitenden des Konsortiums Bildungsmonitoring die neu entwickelten Kennzahlen und Indikatoren des aktualisierten „Anwendungsleitfadens Kommunales Bildungsmonitoring“ vorstellen. Weiterhin werden neue Möglichkeiten und Varianten der Bildungsvorausrechnung sowie des Monitorings des kommunalen Weiterbildungsbereichs vorgestellt und diskutiert – auf Basis einer neu erstellten und einer überarbeiteten Handreichung.

Präsentiert werden auch die neuen Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten des IT-Instrumentariums. Das neue Release, das gemäß den von den Nutzerkommunen formulierten Anforderungen fachlich und technisch weiterentwickelt wurde, steht Ihnen ab Ende November zur Verfügung.Wir möchten Ihnen vermitteln und mit Ihnen diskutieren, wie diese überarbeiteten und aktualisierten Basis-Werkzeuge des Kommunalen Bildungsmontorings – Leitfaden, Handreichungen und IT-Tool –  Sie dabei unterstützen, der Bildungspolitik wie der Verwaltung steuerungsrelevante Informationen für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Bildungslandschaft Ihrer Kommunen zur Verfügung zu stellen. Im Anschluss an die Fachtagung findet am 21. November 2017 nachmittags das Netzwerktreffen der IT-Tool-Nutzerkommunen statt.

Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an Bildungsmanagerinnen und  Bildungsmanager sowie die Bildungsmonitorerinnen und Bildungsmonitorer der in ‚Bildung integriert‘ geförderten Kommunen.

weitere Informationen und Anmeldung

Tag 1

UhrzeitTitel
13:00Registrierung und Mittagsimbiss
14:00Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung

Christian Schewe | Bundesministerium für Bildung und Forschung

14:30Der lange Weg aus Krieg und Verfolgung in das deutsche Bildungssystem und den Arbeitsmarkt

Prof. Dr. Herbert Brücker | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Als Kooperationsprojekt führen das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) eine Befragung von Menschen durch, die in Deutschland Schutz vor politischer Verfolgung und gewaltsamen Konflikten suchen. In der als Längsschnittuntersuchung angelegten Studie werden Geflüchtete, die seit 2013 in Deutschland Schutz gefunden haben, wiederholt befragt (zunächst in den Jahren 2016, 2017 und 2018). Ziel ist es, eine belastbare Datengrundlage zu schaffen sowie verallgemeinerungsfähige Informationen zu generieren, um die mittel- und langfristige Integration der Schutzsuchenden in Arbeitsmarkt, Bildungssystem und andere Bereiche der Gesellschaft wirksam zu steuern und zu fördern. Die erste Erhebungswelle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung wurde Ende 2016 abgeschlossen und die Ergebnisse in verschiedenen Publikationen veröffentlicht. Ein gerade erschienener Forschungsbericht, der von Prof. Brücker mit herausgegeben wird, liefert tiefergehende Erkenntnissen auf Grundlage der Gesamtstichprobe von 2016 mit rund 4.800 Befragten.

16:00Kaffeepause
16:30Neues aus dem Konsortium Bildungsmonitoring

Ingrid Ambos | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung

Katharina Gawronski | Statistisches Bundesamt

Hannah Kreisz | Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Dr. Rainer Wolf | Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

17:45Ausblick auf den nächsten Tag

Dr. Klaus-Peter Meinerz | DLR-Projektträger

18:00-21:00Get-together

Tag 2

UhrzeitTitel
09:00Einführung in das Workshop-Programm
09:15Parallele Workshops

A) Weiterbildung als Gegenstand des kommunalen Bildungsmonitorings –Orientierung und Anregungen durch eine neue Handreichung
Ingrid Ambos | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung
Die vergleichsweise heterogene Struktur der Weiterbildung und die Datenlage stellt das Monitoring vor besondere Herausforderungen. Die neue Handreichung, die als Ergänzung zum Anwendungsleitfaden für das kommunale Bildungsmonitoring konzipiert ist, stellt vertiefende und weiterführende Informationen zur Verfügung, um Kommunen bei der datengestützten Analyse von Strukturen und Entwicklungen im Weiterbildungsbereich zu unterstützen. Im Workshop werden Nutzungsmöglichkeiten der Handreichung anhand ausgewählter Fragen und Beispiele zur Aufbereitung und Interpretation von Weiterbildungsdaten vorgestellt und diskutiert.

B) Zuwanderung in die Bildungslandschaft messbar machen –im Landkreis und in der Stadt
Marc Hümpfner & Thomas Kießlich | Stadt Nürnberg
Annabel Göhler | Landkreis Ostallgäu

Wenn es um Neuzugewanderte in der kommunalen Bildungslandschaft geht, ist die Übersichtlichkeit hinsichtlich Regelungen, Angeboten und Datenlage gering, die Veränderungsrate hoch. Der Landkreis Ostallgäu und die Stadt Nürnberg haben sich der Aufgabe gestellt, für diesen komplexen Bereich systematische und steuerungsrelevante Daten und Informationen zusammenzutragen. Im Sommer 2017 wurde im Landkreis Ostallgäu ein umfangreicher Faktencheck Neuzuwanderung veröffentlicht. Der im November erscheinende Nürnberger Bildungsbericht wird das Thema bereits zum zweiten Malin einem speziellen Fokuskapitel behandeln. Beide Kommunen berichten von ihren Erfahrungen bei der Identifizierung, Auswahl und Aufbereitung geeigneter Datenquellen und werden mit den Teilnehmenden des Workshops Möglichkeiten und Fallstricke diskutieren.

C) Konzeptionsbausteine eines kommunalen Bildungsmonitoring
Helena Horner & Tim Siepke | Transferagentur Nord-Ost
Theresia Decker | Landkreis Spree-Neiße
Christian Köpke | Landkreis Potsdam-Mittelmark

Unter welchen Vorzeichen kann ein Bildungsmonitoring seinen Mehrwert als Grundlage einer strategischen kommunalen Bildungsplanung entfalten? Eine entscheidende Weichenstellung hierfür besteht in der frühzeitigen und planvollen Ausrichtung des Monitorings auf die kommunalen Bedarfe. Zu welchen Themen besteht Informationsbedarf und welche Steuerungsimpulse soll ein Bildungsmonitoring ermöglichen? Welche Analysen und Berichtsformate sollen in einem größeren Adressatenkreis diskutiert werden? Die Beantwortung dieser Fragestellungen ist die Basis eines schlüssigen Umsetzungsplans für den jeweiligen Bildungsmonitoringansatz einer Kommune.Ihre Beantwortung in Abstimmung mit den Schlüsselakteuren der Bildungslandschaft erhöht zum einen die Akzeptanz des Bildungsmonitorings als Steuerungsinstrument. Zum anderen liefert die strategische Ausrichtung des Bildungsmonitorings klare Hinweise z.B. für die Auswahl relevanter Datenbestände, die Anwendung empirischer Analysemethoden und für die Anforderungen an das Datenmanagement. Diese Bestandteile einer Konzeption eines Bildungsmonitorings werden im Rahmen des Workshops vorgestellt und erläutert. Überdies werden exemplarisch die Konzeptionen zweier kommunaler Ansätze für ein Bildungsmonitoring dargestellt und mit den Teilnehmenden im Hinblick auf ihre Arbeit diskutiert.

D) Vorstellung der Handreichung „Bildungsvorausrechnungen auf kommunaler Ebene“
Dr. Rainer Wolf | Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Zukunftsgerichtete Planungen gehören zu den Herausforderungen, mit denen das Bildungsmanagement in den Kommunen umgehen muss. Für wie viele Kinder müssen Plätze in Kindertageseinrichtungen vorgehalten werden? Wie viele Schülerinnen und Schüler werden in den nächsten Jahren welche Schulen besuchen? Reichen die Raumkapazitäten aus? Müssen Ressourcen für die Ganztagsbetreuung aufgestockt werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, sind empirisch begründete Annahmenüber die Entwicklung der Zahl von Kindern und Jugendlichen in den Bildungseinrichtungen der Kommune nötig. Kleinräumige Bildungsvorausrechnungen auf kommunaler Ebene liegen jedoch meist nicht vor. Die Handreichung „Bildungsvorausrechnungen auf kommunaler Ebene“ beschreibt bewährte Vorgehensweisen, um diese Lücke zu schließen. Im Workshop werden vertiefende Hinweise zur Arbeit mit der Handreichung und zum Umgang mit den Ergebnissen einer Vorausrechnung vermittelt.

10:15Kaffeepause
11:00Parallele Workshops

A) Weiterbildung als Gegenstand des kommunalen Bildungsmonitorings –Orientierung und Anregungen durch eine neue Handreichung
Ingrid Ambos | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung

B) Zuwanderung in die Bildungslandschaft messbar machen –im Landkreis und in der Stadt
Annabel Göhler | Landkreis Ostallgäu
Marc Hümpfner & Thomas Kießlich | Stadt Nürnberg

C) Arbeitsmöglichkeiten mit dem neuaufgelegten Anwendungsleitfaden – Der Umgang mit den neuen Bildungskennzahlen
Katharina Gawronski | Statistisches Bundesamt
Hannah Kreisz | Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Der Anwendungsleitfaden zum Aufbau eines kommunalen Bildungsmonitorings bildet das Rahmengerüst für indikatorenbasiertes Arbeiten. In diesem Workshop werden einführend kurz die Grundlagen vorgestellt, auf denen das Indikatorenmodell basiert. Im Anschluss werden Kennzahlen erläutert, die im Rahmen der Überarbeitung des Anwendungsleitfadens neu aufgenommen wurden, wobei ein Schwerpunkt auf monetären Kennzahlen sowie auf Kennzahlen zu Daten aus der Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge liegen wird.

D) Aus Vision wird Praxis – Stadtverwaltung Kaiserslautern mit ganzheitlicher Nutzung des IT-Instrumentariums
Dirk Andres, Jan Hastrich & Rainer Kadel | Stadt Kaiserslautern
Ausgehend vom Themenbereich Bildung hat die Stadt Kaiserslautern sich das Ziel gesetzt, das IT-Instrumentarium als umfassendes Controllinginstrument einzusetzen, um so den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung transparente Informationen zur Steuerung kommunaler Entwicklungsprozesse zur Verfügung stellen zu können. Neben dem Themenbereich Bildung wird das Dashbord des Oberbürgermeisters exemplarisch im Live-Betrieb vorgestellt.

12:30Mittagspause und Ausklang des Fachforums
Netzwerktreffen der Anwenderkommunen des IT-Instrumentariums
13:30Begrüßung und kurze thematische Einführung

Dr. Klaus-Peter Meinerz | DLR-Projektträger

13:45Das neue Release des IT-Instrumentariums – Funktionserweiterungen und Aktualisierung

Philipp Bley | Robotron Datenbank-Software GmbH

14:30

Parallele Workshops

A) Problem mitbringen – Lösung mitnehmen
Martha Ottenbacher | Stadt Trier
Philipp Bley | Robotron Datenbank-Software GmbH

In diesem Workshop werden Ihre Fragen zum Einsatz des IT-Instrumentariums bearbeitet und beantwortet. Denjenigen, die das IT-Instrumentarium nutzen und Hinweise sowie Hilfestellungen für die konkrete Arbeit benötigen, bekommen Unterstützung von erfahrenen Nutzern.

B) Von Datenquellen zu Analysen in drei Schritten – Infos und Tipps zur Datenaufbereitung
Katharina Gawronski | Statistisches Bundesamt
Hannah Kreisz | Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Thomas Dobutowitsch | Landkreis Heidekreis
Hanno Weigel | Transferagentur Rheinland-Pfalz – Saarland

In der Session wird Ihnen „live“ gezeigt, wie der Prozess von der Auswahl von Daten aus dem Angebot der amtlichen Statistik, des Einspielens in das IT-Instrumentarium bis zur Erstellung eines „Berichtsformats“ ablaufen kann. Es geht darum, Fragen aus dem Verwaltungsalltag aufzugreifen und mögliche Lösungswege aufzuzeigen.

ca. 16:00 UhrVeranstaltungsende

Tag 1


Tag 2